Biotope Fauna und Flora

Was sind Biotope?

Natürliche und naturnahe Lebensräume, die oft auch vom Menschen geschaffen oder geprägt wurden, werden in Südtirol als "Biotope" unter Naturschutz gestellt.

Ein effizienter Schutz seltener oder gefährdeter Pflanzen- und Tierarten kann nämlich nur durch die Erhaltung ihrer Lebensräume erfolgen.

In Südtirol sind derzeit 175 Biotope unter Schutz gestellt, die insgesamt eine Größe von 2.503 Hektar aufweisen, das sind rund 0,35 Prozent der Landesfläche.

Was darf man in einem Biotop (nicht) tun?

Grundsätzlich ist in einem Biotop jede Veränderung der Umwelt untersagt, sowohl was das Landschaftsbild als auch die naturkundlichen Merkmale betrifft, mit besonderer Rücksicht auf Tier- und Pflanzenwelt sowie auf die hydrologischen und mikroklimatischen Verhältnisse.

  • das Betreten
  • die Jagd, (in Biotopen unter zehn Hektar besteht ein generelles Jagdverbot, in größeren Biotopen ist nur die Jagd auf Schalenwild erlaubt);
  • das Sammeln von Pflanzen und Pilzen,
  • das Kampieren und Feuer anzünden,
  • das Fahren mit Motorfahrzeugen,
  • jede Bautätigkeit.

Die forstliche Nutzung ist im Rahmen des Forstgesetzes gestattet. Genaue Informationen über die Biotope Ihrer Heimatgemeinde finden Sie im Gemeinde-Landschaftsplan.

Biotop-Typen

Feuchtgebiete, naturbelassene Bäche, Tümpel, Moore, Trockenrasen und Auwälder sind in der heutigen Kulturlandschaft sehr selten geworden. Sie sind Lebensraum für eine eigene Tier- und Pflanzenwelt. Auf den sauren, nährstoffarmen Moorböden haben sich die Pflanzen an extreme Bedingungen anpassen müssen: Sonnentau, Rosmarinheide und Moosbeere finden wir deshalb nur in Hochmooren.

Auch Biotope müssen betreut werden

Da der Großteil der Biotope im besiedelten Bereich liegt, bedürfen sie einer ständigen Kontrolle und verschiedener Pflegemaßnahmen, um menschliche Störungen auszuschalten oder gering zu halten und geschädigte Biotopbereiche wieder zu beleben.
Die Pflegemaßnahmen und eine eventuelle extensive landwirtschaftliche Nutzung richten sich nach dem jeweiligen Biotop-Typ und dessen Schutzziel.

So müssen etwa Hochmoore ganz sich selbst überlassen werden. Da die Moorvegetation sehr empfindlich gegen Viehtritt und Eutrophierung (Nahrungsreichtum) ist, ist das Land Südtirol bestrebt, die Beweidung durch Umzäunung und Ausgleichszahlungen auszuschalten. Auch die Besucher sollen die angelegten Steige nicht verlassen.

Die durch althergebrachte menschliche Nutzung entstandenen Biotope wie z.B. Streumöser und Magerwiesen, bedürfen weiterhin einer regelmäßigen Mahd, um eine Verbuschung zu verhindern. Deshalb wurden die Landschaftspflegeprämien eingeführt. Schilfröhricht und Streuwiesen können zwischen 1. September und 15. März gemäht werden.
In den Trockenrasen des Vinschgaus und Castelfeders ist eine angemessene Beweidung durchaus erwünscht, um eine Verbuschung zu verhindern.

In vielen Biotopen sind periodische Pflegearbeiten notwendig, wie z.B. die Instandhaltung der Steige, das Errichten und die Reparatur von Zäunen, Stegen, Schranken, die Beschilderung, die Beseitigung von Abfällen, das Entstrauchen und Mähen von Wiesen, die Regeneration von Weihern und Gräben und das Pflanzen von Hecken.

Diese Pflegearbeiten werden, sofern die Schilfflächen nicht traditionell genutzt werden, von der Landesverwaltung durchgeführt.

Um die biologische Vielfalt zu erhöhen, werden auch neue Wasserflächen geschaffen. Wenn es notwendig ist, werden verlandete Teiche und Gräben entschlammt, um die natürliche Dynamik zu reaktivieren. Für größere Biotope werden außerdem Lehrpfade, Informationsbroschüren und -plakate gestaltet.

Biotop-Ankauf

In der Vergangenheit wurden zur langfristigen Sicherung geschützte Biotope von der Landesverwaltung angekauft oder gepachtet.
Dadurch fallen Zerstörungen und Konflikte, die sich durch die landwirtschaftliche Nutzung immer wieder ergeben, weg.
Die Ziele des Grundbesitzers sind in der Regel nicht mit jenen des Biotopschutzes in Einklang.


Naturdenkmäler

Was sind die Naturdenkmäler?

Naturdenkmäler sind einzelne natürliche Objekte wie z.B. Bäume, Quellen, Wasserfälle, Bergseen, Fels- und Gletscherbildungen, Höhlen, Mineral- und Fossilvorkommen, geologische Aufschlüsse, die wegen ihrer Eigenart und Seltenheit oder ihres landschaftsprägenden Charakters erhaltenswürdig sind.

Wieviel Naturdenkmäler gibt es?

1082 Naturdenkmäler sind ausgewiesen, davon sind:
448 botanische Naturdenkmäler,
218 geologische Naturdenkmäler,
416 hydrologische Naturdenkmäler.


Kulturlandschaftselemente

Was sind Kulturlandschaftselemente?

Viele Landschaftspläne enthalten auch Schutzbestimmungen für typische Elemente, die auf menschliche Tätigkeiten und traditionelle

Wirtschaftsweisen zurückzuführen sind. Sie sind vor allem von landschaftlichem und heimatkundlichem Interesse, oft handelt es sich aber auch um wertvolle "ökologische Nischen". Kartographisch eigens gekennzeichnet sind somit häufig: vorgeschichtliche Siedlungsspuren, botanisch wertvolle Parkanlagen, historische Promenaden, Alleen, Lärchenwiesen und -weiden, Kastanienhaine, Wassermühlen, Kalkbrennöfen, besondere Hofgruppen (z.B. die ladinischen Viles oder die letzten Strohdachstadel).

Viele Landschaftspläne enthalten auch Schutzbestimmungen für typische Elemente, die auf menschliche Tätigkeiten und traditionelle Wirtschaftsweisen zurückzuführen sind. Sie sind vor allem von landschaftlichem und heimatkundlichem Interesse, oft handelt es sich aber auch um wertvolle "ökologische Nischen". Kartographisch eigens gekennzeichnet sind somit häufig: vorgeschichtliche Siedlungsspuren, botanisch wertvolle Parkanlagen, historische Promenaden, Alleen, Lärchenwiesen und -weiden, Kastanienhaine, Wassermühlen, Kalkbrennöfen, besondere Hofgruppen (z.B. die ladinischen Viles oder die letzten Strohdachstadel).

Für Änderungen an geschützten Landschaftselementen ist in der Regel die Ermächtigung der Landesbehörde für Landschaftsschutz vorgeschrieben. Für das Schlägern der geschützten Kulturbaumarten ist die Ermächtigung des Bürgermeisters erforderlich. Für Erhaltungsmaßnahmen an geschützten Landschaftselementen kann die Landesverwaltung Beiträge gewähren.

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