Entstehung der Erze

Meeresboden zugleich mit den tonig sandigen Sedimenten, die sie umgeben. 

So wie wir es heute an diversen Orten des Ozeanbodens beobachten können, wurden damals feine Erzschlämme am Meeresboden ausgefällt.
Ob die Ausfällung vorwiegend durch anorganische Prozesse erfolgte, oder ob Bakterien daran beteiligt waren, lässt sich nicht mehr nachweisen.

Die hohe Sulfidkonzentration im Bereich der graphitführenden Sedimente spricht dafür, dass die Anreicherung der Sulfide bevorzugt in einem Faulschlammmilieu unter Sauerstoffabschluss erfolgte.
Ob die ehemals sauren vulkanischen Gesteine, die heute unter und über den Erzlagern liegen, in direktem Zusammenhang mit den Erzanreicherungen stehen oder nur für den Zustrom heißer Lösungen sorgten, der zu einer Mobilisation der Erze führte, ist nicht geklärt.

Fest steht, dass die anfänglich schlammigen Sedimente durch weitere Ablagerungen zunächst zu Sedimentgesteinen verfestigt wurden.

Durch einen enormen Druck- und Temperaturanstieg (über 550° C und 6000 bar) während der variskischen Gebirgsbildung vor 300 bis 360 Mio. Jahren wurden die Sedimentgesteine intensiv verfaltet und geschiefert und so zu Glimmerschiefern, Paragneisen und Graphitschiefern umgewandelt; die Erzschlämme rekristallisierten und wurden so in wenigen Lagen konzentriert.

Das heutige Bild der Lagerstätte entstand vor 80 bis 100 Mio. Jahren während der alpidischen Gebirgsbildung. Dabei wurden die Gesteine erneut hohen Drücken und Temperaturen ausgesetzt (wieder über 550°C und 6000 bar), noch einmal verfaltet und geschiefert.

Die Erzlager wurden gefaltet und deformiert, die Erze durch Lösungen mobilisiert und es bildeten sich neue Erzminerale. Auch die Umgebung der Erzlager wandelte sich um, und neue Minerale kristallisierten: es entstanden grobkörnige Muskovit-Quarz-Schiefer mit hohem Feldspatgehalt.

Im unmittelbaren Bereich um die Erze entstand die von den Geologen so genannte Filonefazies, bestehend aus grobkristallinen schwarzen Biotitblasten-Schiefern, die reichlich Granat und Karbonat führen und wirrstrahligen, häufig auch radialstrahligen Tremolit- und Anthophyllit-Felsen. Auch eine Neubildung von Granat und Albit ist zu beobachten.

ln einer späten Phase der Gebirgsbildung wurde die Gesteinsserie durch spröde Bruchtektonik zerlegt, was zu den bereits beschriebenen Versetzungen der Erzlager und damit zu erheblichen Problemen beim Abbau und vor allem bei der Auffindung neuer Erzlager führte. 
 


Die Erzminerale


Neben den Hauptmineralien Zinkblende (Zinksulfid, ZnS) und Bleiglanz (Bleisulfid, PbS), nach denen hier hauptsächlich geschürft wurde, gibt es eine Unmenge von weiteren Erzmineralen wie Magnetkies, Kupferkies, Pyrit, Arsenkies, Kobaltglanz, Fahlerz, Bournonit, Meneghinit, Magnetit, Gahnit, Antimonit, ja sogar gediegen Silber, um nur einige zu nennen.

Dazu kommt eine große Zahl von sogenannten Gangartmineralien, wie Siderit, Ankerit, Tremolit, Anthophyllit, Biotit, Granat, Chlorit, Quarz, Kalzit..., die als Erzbegleiter auftreten.

Neben diesen primären Erz- und Gangartmineralen gibt es noch eine Unzahl sekundärer Minerale, die durch Umwandlung und Verwitterung der primären Minerale entstehen, wie Hydrozinkit, Greenokit, Malachit, Azurit, Sepiolith, Schneebergit..., um nur einige zu nennen.

Im Ganzen sind es weit über hundert Mineralien, die am Schneeberg gefunden und eindeutig bestimmt wurden und noch ist kein Ende abzusehen... 

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