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Geschichte des Kurtourismus in MeranDie ersten touristischen Gehversuche fanden in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts statt, nachdem das Städtchen von der Wiener Fürstin Mathilde von Schwarzenberg und ihrem Leibarzt Johann Nepomuk Huber 1836 entdeckt wurde.
Die damals schon verbreiteten Trinkkuren und natürlich das milde Klima mit den vielen Sonnentagen wurden in einem Büchlein des Arztes Huber "Über die Stadt Meran in Tirol" ihre Umgebung und ihr Klima. Nebst Bemerkung über ;Milch-,Molken und Traubenkur und nahe Mineralquellen ( 1937), wohl der touristischen Werbeschrift der Stadt, gepriessen. Bereits davor gab es einen spärlichen Werbetourismus, der jedoch keine geeigneten Infrastrukturen vorfand. Der damalige Bürgermeister Valentin Haller setzte sich nun dafür ein, seine Stadt umzugestalten und die Chance wahrzunehmen, aus ihr einen Fremdenverkehrsort von Ruhm zu machen.
Mit der Eröffnung der Brennerbahn bereist 1867 und dann mit der Eisenbahnverbindung Bozen-Meran ab 1881 gelang der Durchbruch entgültig und er Aufstieg Merans zum wichtigsten Kurort Tirols war nicht mehr aufzuhalten. In der "Belle Époche" der Glanzzeit Merans um die Jahrhundertwende förderte der Bauboom mit seiner Jugendstil-Avantgarde den Tourismus:
Luxushotels, Pensionen, Spor und Rennplatz, Stadttheater, Kurhaus mit Musikpavillon, Konzert und Ballsäle , aber auch das Krankenhaus und die Schwebebahn aufs Vigiljoch, wurden aus dem Boden gestampft | und es entstanden die Verbindungsstrassen in die nähere Umgebung, sodass eine Erschließung der gesamten Gegend möglich wurde.
Meran entwickelte sich von der hausbackenen Heilstätte für Lungekranke im 19.Jahrhundert zu einem mondänen Treffpunkt für die Modekranken, zu einem Tummelplatz der europäischen Eliten. Kurz vor dem ersten Weltkrieg kamen bis zu zwei Drittel der Gäste Merans aus Ländern außerhalb der österreichisch-ungarischen Monarchie ,( 71% waren Deutsche, 17% Russen und nur 0,7% Italiener). Vorallem die Promenaden eigneten sich vorzüglich fürs Schau-Gehen, fürs Sehen und Gesehen-werden...
Ein Glücksfall führte 1870/71 und dann noch öfter 1872, 1889 und 1897 Kaiserin Elisabeth von Österreich "Sissi" mit Töchterchen Valerie und Hofstab nach Meran. ( meistens logierten sie in Schloss Trautmannsdorff) Dieser hohe Besuch kurbelte erst recht den Kurtourismus an, indem er die Sogwirkung für die Urlauber der guten Gesellschaft steigerte.
Die zu diesem Zwecke neu angelegten Parkanlagen und Spazierwege schufen auch bald den bewunderten Kontrast zwischen alpiner Landschaft und südländischer Vegetation, der zum heutigen Erscheinungsbild und zum Zauber der Stadt gehört. Eine intakte Landschaft, das wintermilde Klima, die Kur-und speziellen Erholungsmöglichkeiten und ein vielfältiges Kulturelles Angebot waren und sind das Zugpferd für den Meran Tourismus. |
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