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52. Woche 2011

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Sonntag, 02. Januar 2011 (Woche 52)

Weinname: Riesling Ried Schütt Smaragd

Weinproduzent: Emmerich Knoll

Rebsorte: Riesling

Jahrgang: 2007

Herkunftsland: Österreich

Region: Wachau

Preis pro Flasche: 99,00 Euro

Preis in der Weinbörse:

Preis bei 4 Glas Wein: 20,00 € pro Glas
Preis bei 5 Glas Wein: 17,00 € pro Glas
Preis bei 6 Glas Wein: 15,00 € pro Glas

Steckbrief:

Weingut Emmerich Knoll

Das Weingut Emmerich Knoll aus Unterloiben zählt zu den bekanntesten Weingütern Österreichs. Das traditionelle Etikett genießt in Weinkennerkreisen einen ähnlichen Kultstatus wie die Weine selbst.

Das Haus der Familie Knoll in Unterloiben atmet Geschichte, seine Bewohner sind geradlinig, charmant und zuvorkommend. Emmerich Knoll und sein zu Praktika weitgereister und ebenso weinbegeisterter Sohn Emmerich Junior bearbeiten auf den 14 Hektar Toplagen Schütt, Loibenberg, Kellerberg, Kreutles und Pfaffenberg zu je rund 45 % Riesling und Grüner Veltliner, die restlichen 10 Prozent teilen sich Chardonnay, Gelber Muskateller, Rivaner, Blauer Burgunder und seit einigen Jahren auch Gelber Traminer.

Emmerich Knoll ist kein Freund von fleischigen, überbordenden Weinen. Dichte Weine, die Kraft in komprimierter Form zeigen und dabei nicht in die Breite gehen - das ist das Credo des Spitzenbetriebes. Knolls Weine sind durchwegs „Spätstarter“. Sein Riesling Schütt hat unter den „normalen" Smaragd-Weinen den Ruf eines primus inter pares, und gewaltig ist auch seine Serie von Süßweinen, die in guten Jahren produziert werden.

Das Terrain ideal umsetzen, die Feinheiten herausarbeiten, daran tüftelt Knoll wie ein Schweizer Uhrmacher. Der Kellerberg zählt zu den besten Einzellagen der Welt und ergibt durch seine spezifische geologische Beschaffenheit ganz besondere Weine, die sich durch ihre Mineralität und Einzigartigkeit verlässlich auszeichnen.

Smaragd
"Smaragd" ist die - erstmals für Weine des Jahrgangs 1986 eingeführte - Bezeichnung für die besten und wertvollsten Weine der Wachau. Diese Weine mit einem Mindestmostgewicht von 18,2 °KMW reifen nur in den sonnigsten Rieden und können auch dort nur in sehr guten Jahrgängen gewonnen werden. Smaragdeidechsen fühlen sich in den Wachauer Weinbergterrassen besonders wohl. An schönen Tagen sonnen sie sich neben den Rebstöcken und wurden zum Symbol für Wachauer Wein mit vollendeter physiologischer Reife. Diese besonders kostbaren Weine, mit einem Mindestalkoholgehalt von 12,5 Vol.%, können nur in den besten Jahren gewonnen werden. Nach alter Wachauer Tradition werden sie bis zum natürlichen Gärstillstand vergoren. Süße Weine ab 9g/lt Restzucker sind von der Bezeichnung Smaragd ausgeschlossen. Die Flaschen sind mit langen Korken (mind. 49 mm), die den Jahrgangsbrand tragen, verschlossen. Auch nach 25 und mehr Jahren richtiger Lagerung werden diese Weine noch Freude bereiten. Zugelassen sind alle Qualitäts-Weißweinsorten. Weine mit der Bezeichnung „Smaragd“ dürfen erst ab dem 1. Mai des auf die Lese folgenden Jahres verkauft werden. Die Weinkategorie " Smaragd" stellt eine ganz besondere Wachauer Spezialität dar, die deshalb an entsprechend strenge Kontrollmaßnahmen gebunden ist.

Federspiel
"Federspiel" heißen Wachauer Weine im Kabinettbereich mit einem Mostgewicht ab 17 °KMW und einem Alkoholgehalt zwischen 11,5 und 12,5 Vol.% . Diese Weine sind ausnahmslos klassisch trocken vergoren und stellen Spezialitäten dar, die nur in guten Lagen und Jahrgängen in dieser Qualität erreichbar sind und die sich durch ihren fruchtig-charmanten Charakter und ihre kraftvolle Delikatesse auszeichnen. Der Name „Federspiel“ führt auf den alten Brauch des Zurückholens des Beizvogels bei der Falkenjagd zurück - eine gerade in der Wachau in früherer Zeit übliche Form herrschaftlicher Jagd. Federspiel-Weine schließen an die Steinfeder-Kategorie an und können aus allen Qualitäts-Weißweinsorten erzeugt werden, die in der Wachau heimisch sind. In ihrer Kelterung sind sie neben den gesetzlichen Erfordernissen den strengen Kontrollen des Verbandes Vinea Wachau unterworfen.

Steinfeder

"Steinfeder" ist der Name der leichten, duftigen Weine des Weinbaugebietes Wachau. Die Steinfeder (Stipa pinnata) - das federleichte Gras der steilen Weinberge der Tallandschaft, gab diesen fröhlichen Weinen ihren Namen. Steinfeder-Weine können aus allen Wachauer Qualitäts-Weißweinsorten erzeugt werden. Die Trauben müssen ein Mostgewicht von mindestens 15 °KMW aufweisen. Die Moste werden immer klassisch trocken durchgegoren. Der Alkoholgehalt dieser Weine beträgt maximal 11,0 Vol.%, ist also sehr niedrig. Die Wachau ist das Weinbaugebiet, in dem es aufgrund der naturgegebenen Klimatik und Bodenbeschaffenheit möglich ist, Weine mit so geringem Alkoholgehalt zu keltern, die dennoch in ihrem Charme und ihrem Nuancenreichtum höchsten Ansprüchen genügen.


Vinea Wachau Nobilis Districtus, der Gebietsschutzverband für das Weinbaugebiet Wachau, wurde 1983 gegründet. Die Mitglieder führen ausschließlich Weine aus dem Weinbaugebiet Wachau. Entsprechend den klimatischen Bedingungen hat "Vinea Wachau" drei Weinkategorien geschaffen:

Das Weingut Emmerich Knoll in Unterloiben/Dürnstein ist ein österreichisches Weingut im Weinbaugebiet Wachau in Niederösterreich.

Geleitet wird das Weingut von Emmerich Knoll. Die Rebfläche beträgt 15 Hektar, nahezu ausschließlich mit weißen Rebsorten, mit einem Anteil von 90 Prozent hauptsächlich Grüner Veltliner und Rheinriesling bestockt. Die restlichen 10 Prozent verteilen sich auf die Sorten Chardonnay (in der Wachau bis 1999 auch Feinburgunder genannt), Gelber Muskateller, Blauer Burgunder und Gelben Traminer. Die bekanntesten Weine kommen aus den Lagen Loibenberg, Schütt, Kellerberg, Pfaffenberg und Kreutles.[1] Auf dem sehr markanten Etikett ist der Heilige Urban abgebildet. Das Weingut ist Mitglied der Vereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus und hat zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten.

Weinbau seit eineinhalb Jahrtausenden

Die Geschichte der Wachau ist naturgemäß auch weitgehend mit der Geschichte des Weinbaus ident. Der Name „Wachau“ geht auf die Bezeichnung eines Grundbesitzes des bayerischen Stifts Niederalteich im Raum Spitz zurück und wird erstmals im Jahr 830 in einer Karolingerurkunde erwähnt. Zu dieser Zeit war der Weinbau bereits im Donautal flussabwärts von Melk heimisch: Die Lebensbeschreibung des heiligen Severin, die von seinem Schüler Eugippius im Jahr 511 verfasst wurde, berichtet, dass sich der Heilige in eine entlegene Klause zurückzog, die "An den Weingärten" hieß. Severin lebte um 470 in der Nähe des römischen Castells Favianis, dem heutigen Mautern.

791 lagerte Karl der Große, als er zur siegreichen Entscheidungsschlacht gegen die Awaren zog, mit seinem Heer in der Wachau. Das neu erworbene Gebiet ostwärts der Enns galt als Königsgut. Das karolingische Siedlungswerk konnte beginnen. Mit der Vernichtung des Bayrischen Heerbannes durch die Ungarn in der Pressburger Schlacht vom Jahr 907 fiel das Land unter der Enns für wenige Jahrzehnte an die Magyaren. Mit dem Sieg Ottos I. auf dem Lechfeld am Laurentiustag des Jahres 955 setzte eine politische Gegenbewegung ein, die zur Grundlage der kontinuierlichen Weiterentwicklung wurde: Die alten Besitztitel aus der Karolingerzeit lebten wieder auf. 962 wurde Otto I. zum ersten Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation gekrönt. 976 wird der erste Babenberger mit der Grenzmark im Osten belehnt. 1156 wird aus der bayrischen Grenzmark das Herzogtum Österreich. 1285 wird Leuthold I. von Kuenring "oberster Schenk in Österreich".

In diesen Jahrhunderten setzt eine erste Hochblüte der Weinkultur ein. Klöster wie die bayerischen Abteien Niederalteich und Herrieden erhalten ebenso Weingärten wie der Erzbischof von Salzburg und die Hochstifte Freising, Passau und Regensburg. Die heute noch charakteristischen Steinterrassen werden in die Bergrieden geschlagen. Von 1250 an bezeichnete der Name " Thal Wachau " eine Herrschaft und ein Magistrat mit den Ortschaften Weißenkirchen, Wösendorf, Joching und St. Michael. Dieser Name blieb über sechs Jahrhunderte hindurch, bis 1850, bestehen. Das österreichische Weingesetz bestätigt diese im Laufe der Jahrhunderte gewachsene Grenze und zählt zum Weinbaugebiet die Gemeinden Dürnstein, Mautern, Bergern, Rossatz, Weißenkirchen und den Gerichtsbezirk Spitz.


Verkostungsnotizen:

Verkostungsnotiz: lesen Sie dazu meinen Kommentar in unserem Weinblog!

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Montag, 03. Januar 2011 (Woche 01)

Weinname: Amarone Dal Forno Romano

Weinproduzent: Dal Forno Romano

Rebsorte: 50% Corvina und Corvinone, 25% Rondinella, 15% Croatina, 10% Osoletta, 36 Monate Barriqueausbau

Jahrgang: 2000

Herkunftsland: Italien

Region: Verona - Valpolicella

Preis pro Flasche: 485,00 Euro

Preis in der Weinbörse:

Preis bei 4 Glas Wein: 97,00 € pro Glas
Preis bei 5 Glas Wein: 81,00 € pro Glas
Preis bei 6 Glas Wein: 70,00 € pro Glas

Steckbrief:

Romano Dal Forno als den besten Weinmacher der Welt zu bezeichnen ist keineswegs vermessen. Kein anderer Betrieb schafft es, die Qualität seiner Weine kontinuierlich über alle Jahrgangsschwankungen hinweg auf einem derartigen Weltklasseniveau zu halten – nicht Latour, nicht Margaux oder die ehrwürdige Domaine de la Romanee Conti. Ohnehin gibt es nur einige wenige Weinbaubetriebe auf der Welt, deren herausragende, qualitative Sonderstellung von keinem seiner regionalen Mitbewerber angezweifelt wird. In Deutschland sind das beispielsweise Egon Müller von der Saar oder J.J. Prüm, in Bordeaux lediglich Château d’Yquem und Château Ausone, im Burgund vielleicht Claude Dugat. Bei Romano Dal Forno kommt noch eine weitere Dimension hinzu. Ambitionierteren und risikoreicheren Weinbau gibt es weltweit nicht! Und Romano Dal Forno ist einer der passioniertesten und der bei weitem akribischste Weinmacher, dem man überhaupt begegnen kann.

Meine erste Begegnung: Die phänomenalen Weine von Romano Dal Forno kannte ich bereits seit Jahren. 2005 besuchte ich ihn das erste Mal auf seinem beeindruckenden Weingut bei Cellore d’Illasi, östlich von Verona, das wie ein riesiger, moderner Palazzo im neoklassizistischem Stil errichtet und über Jahre weiter ausgebaut wird. Außerordentlich freundlich, natürlich und aufgeschlossen wirkt der Anfang 50jährige Dal Forno – ein durch und durch passionierter Weinmacher. Gleich zu Beginn zersteut er jede Hoffnung von ihm beliefert zu werden. Zu klein ist die Jahresproduktion, die zwischen 38.000 und 60.000 Flaschen schwankt. Zu groß die internationale Nachfrage der weltweit führenden Importeure. Er schnappt sich eine Pipette und steckt eine prall gefüllte halbe Flasche in die Jackentasche mit der er die ‚angezapften’ Fässer sofort wieder auffüllt und nimmt mich mit in den zweistöckigen 15 Meter tief gegrabenen Gewölbekeller – die Kathedrale des Amarone. Hier reifen seine Weine unbeeinflusst von jeglichen Temperaturschwankungen unter idealen Konditionen. Vor meinem Besuch bei Dal Forno, verkostete ich auf mehreren Weingütern die besten Amarone des schwierigen Jahrgangs 2002, die sich alle bereits auf der Flasche befanden. Romano Dal Forno gab mir seinen 2002er Valpolicella vom Fass zu kosten, denn er reift mindestens 3 Jahre in den Barriques. Ohne jegliche Frage übertraf bereits Dal Fornos „einfacher“ Valpolicella alle Standard- und Lagen-Amarones seiner Kollegen um Längen, die ich zuvor probiert hatte. Als hätte er nicht dieselben klimatischen Bedingungen des Jahrgangs 2002 erleiden und hinnehmen müssen wie alle anderen?! Vom darauf folgenden 2002er Amarone ganz zu schweigen. Einfach überirdisch, kaum zu fassen, einsame Weltklasse...

Was macht Dal Forno zum Primus inter pares? Romano Dal Forno perfektionierte mit Kreativität und Experimentierfreude das aufwändige Herstellungsverfahren für den Amarone wie kein anderer. Er und seine Familie arbeiten mit einer Präzision und Hingabe, die in anderen Betrieben absolut undenkbar sind. Im Weinberg entwickelte Romano Dal Forno ein neues System, das ihm mit einer enorm dichten Neupflanzung von 13.000 Stöcken pro Hektar besseres Traubenmaterial liefert als die Parzellen mit altem Rebbestand. Zum Vergleich: In Deutschland gilt ein Weinberg mit 6.000 Pflanzen bereits als sehr dicht bestockt, in Burgund und Bordeaux plflanzt man bis zu 10.000 Stöcke. Von der Straße aus erkennt man Dal Fornos Hanglagen mit bloßem Auge am silbrigen Schimmer, mit dem die Tausenden eng gezogenen Edelstahldrähte der Drahtrahmen das Sonnenlicht spiegeln. Der 3-4fach höhere Pflanzenbestand im Vergleich mit der traditionellen Erziehung im Veneto bringt natürlich extrem aufwändige Weinbergsarbeit mit sich. Bei der Traubenlese arbeitet Familie Dal Forno äußerst akkurat und legt selbst Hand an. Jeder Traubenhenkel wird begutachtet und sorgfältig in die Kassetten zu Trocknung gelegt. Dann geht es in die Trocknungsräume im Obergeschoss (Apassimento – siehe Infofenster). Hier hat Romano Dal Forno das ausgeklügelteste System aller Amarone-Ereuger entwickelt. Je nach Witterung öffnen sich automatisch die Fenster, um durch einen natürlichen Luftzug die Trocknung zu begünstigen. Bei zu kalter oder feuchter Witterung schließen die Fenster, eine Heizung kann betrieben werden und zwischen den haargenau aufgestellten Palettenreihen mit den über 2 Meter hohen Kistenstapeln fahren nach einem ausgefeilten Programm mannshohe Ventilatoren hin und her und treiben überschüssige Feuchtigkeit, die den gefürchteten Pilzbefall hervorrufen kann, vor sich her. Dutzende Sensoren zwischen den Trockungsstapeln registrieren die Feuchtigkeit und mit ein Computerprogramm errechnete Dal Frono mit welchen Ventilatorluftströmen das gefährliche Nass aus dem Trocknungsbereich verjagt werden kann. Erstmals behandelte Dal Forno im Jahrgang 2002 das gesamte Lesegut für den Valpolicella wie einen kleinen Amarone und führte ein Apassimento bis November durch. Zuvor testete er beim 2001er Valpolicella erstmals mit 40% getrockneten Trauben. Die Trauben für den Amarone trocknen bis Ende Dezember. Bei dieser Trocknung verlieren die Trauben durch Verdunstung einen Großteil des Saftes. Während man bei normaler Weinbereitung aus 100 Kg Trauben etwa 70 Liter Most erhält, presst Dal Forno für den Valpolicella etwa 32 Liter und beim Amarone nur noch 16 Liter Most ab! Die etwa 12tägige Vergärung führt Dal Forno in Edelstahltanks bis 32°C durch und füllt die Weine dann per Gefälle auf die neuen Barriques im untersten Geschoss, in denen auch die malolaktische Gärung stattfindet. Mindestens 3 Jahre reifen die Weine in den Barriques, wobei Dal Forno keinerlei überflüßigen Sauerstoffkontakt zuläßt. Entnimmt er für eine Verkostung im Keller Wein mit der Pipette, füllt er sofort die fehlende Flüssigkeit mit der mitgeführten halben Flasche wieder auf. Danach begast er durch das Spundloch noch mit CO2 und verschließt das Fass sorgfältig wieder. Auf keinem Spitzenweingut der Welt wird derart akribisch an der Vermeidung von Oxidation gearbeitet.


Verkostungsnotizen:

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Dienstag, 04. Januar 2011 (Woche 01)

Weinname: Puligny Montrachet 1er Cru Pucelles

Weinproduzent: Domaine Leflaive

Rebsorte: Chardonnay

Jahrgang: 2006

Herkunftsland: Frankreich

Region: Burgund

Preis pro Flasche: 179,00 Euro

Preis in der Weinbörse:

Preis bei 4 Glas Wein: 36,00 € pro Glas
Preis bei 5 Glas Wein: 30,00 € pro Glas
Preis bei 6 Glas Wein: 26,00 € pro Glas

Steckbrief:

Domaine Leflaive
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Domaine Leflaive ist eines der bekanntesten Weingüter des Burgund. Das Gut befindet sich in der Gemeinde Puligny-Montrachet in der Côte de Beaune. Die Weißweine der Domaine sind weltweit gesucht. [1] Das Weingut verfügt allein in den Grand Cru Lagen um Puligny über 5,1 Hektar.

Ein Puligny-Montrachet Premier Cru Les Pucelles wurde anlässlich der Weinjury von Paris präsentiert. Der Wein belegte Rang 8 in dieser für Frankreich demütigenden Veranstaltung.

Geschichte
Der Name Leflaive lässt sich bis in das 16. Jahrhundert im Burgund zurückverfolgen. Erste Belege über den Weinbau liegen aus dem Jahr 1717 vor und der damalige Eigner war Claude Leflaive. Das Weingut entwickelte sich gut aber durch die im Burgund übliche Erbfolge wurde das Gut im Laufe der Zeit weitestgehend zerschlagen.

Joseph Leflaive (1870 – 1953) erbte schließlich lediglich 2 Hektar. Anfangs kümmerte er sich kaum um den Weinbau und verfolgte eine Karriere im Schiffsbau. In Saint Etienne wurde er Werksleiter und war ebenfalls am Bau des ersten Unterseeboots Frankreichs beteiligt. Leflaive beobachtete jedoch den Weinmarkt im Burgund aufmerksam und kaufte ab dem Jahr 1905 freiwerdende Rebparzellen, die durch die Reblauskatastrophe und die nachfolgenden Pilzkrankheiten (Echter Mehltau, Falscher Mehltau) zu sehr niedrigen Preisen veräußert wurden. Insgesamt vergrößerte Joseph sein Weingut auf 25 Hektar. [1]

Im Jahr 1920 startete Joseph Leflaive ein breit angelegtes Programm mit auf Unterlagsreben gepfropften Edelreben. Zudem begann er mit der Selbstvermarktung seiner Weine, die er bislang an den lokalen Handel veräußerte. [2] nach dem Tod von Joseph Leflaive im Jahr 1953 wurde die Domaine Leflaive von seinen Söhnen Vincent Leflaive and Jo Leflaive geleitet. Die Brüder zeichneten für den Weg an die Spitze der Güter an der Côte de Beaune verantwortlich. Im Jahr 1973 wurde das Weingut in eine Gesellschaft umgewandelt, um einer Zersplitterung durch Erbschaft entgegen zu wirken. Die Familie ist derweil Eigner der Betreibergesellschaft.

Im Jahr 1990 übernahm die Tochter von Vincent, Anne-Claude Leflaive sowie ihr Cousin Olivier Leflaive die Leitung des Guts. Da Olivier auch ein Weinhandelshaus leitet, übernahm Anne-Claude nach einer Entscheidung des Familienrats die Leitung des Tagesgeschäfts der Domaine Leflaive. Seit 1997 werden die Produkte nach den Regeln der Biologisch-dynamischen Landwirtschaft erzeugt .[1]

Die Weinlagen [Bearbeiten]
Domaine Leflaive produziert Weißweine aus folgenden Weinlagen:[3]

Grand Cru Lagen:
Montrachet, 0.0821 Hektar
Chevalier-Montrachet, 1,99 Hektar
Bâtard-Montrachet, 1,91 Hektar
Bienvenues-Bâtard-Montrachet, etwas mehr als 1,15 Hektar
Premier Cru Lagen:
In Puligny-Montrachet : Les Pucelles, Folatières, Les Combettes und Le Clavoillon
In Meursault : sous le Dos d'Âne
Village Weine:
In Puligny-Montrachet,insgesamt 7 Gemarkungen (im Burgund climat genannt) mit einer Gesamtfläche von 4,64 Hektar


Verkostungsnotizen:

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Donnerstag, 06. Januar 2011 (Woche 01)

Weinname: Dom Perignon OENOTHEK

Weinproduzent: Dom Perignon

Rebsorte:

Jahrgang: 1995

Herkunftsland: Frankreich

Region: Champagne

Preis pro Flasche: 299,00 Euro

Preis in der Weinbörse:

Preis bei 4 Glas Wein: 60,00 € pro Glas
Preis bei 5 Glas Wein: 50,00 € pro Glas
Preis bei 6 Glas Wein: 43,00 € pro Glas

Steckbrief:

Richard Geoffroy, Kellerchef von Dom Perignon, war im Rahmen seiner Chef de Cave Worldtour in Berlin. Wir verkosteten den Dom Pérignon Oenothèque und Dom Pérignon Vintage, side by side, beide aus 1995. Ein Jahrgang, zwei Charaktere
Foto: dom perignon
Richard Geoffroy stammt selbst aus dem Herzen der Champagne, aus Vertus, ist seit 1990 Dom Pérignon's Chef de Cave und damit Herr über 5 Winemakers und 40 Mitarbeiter.

Ich hatte das Vernügen, mit ihm zusammen im Hotel Adlon den 95er Vintage und die 95er Oenothèque zu verkosten. In der Präsidentensuite des Adlon mit Blick auf das Brandenburger Tor gab es zunächst ein wenig small talk. Als echter Cosmopolit kennt Geoffroy vier James Bond Darsteller aus der Zeit, als Bond noch Dom Perignon trank.

Der europäische Markt ist immer noch der wichtigste für Dom Perignon. Der Stil von Dom Perignon ist Jahr für Jahr entscheidend, aber natürlich ist die Harmonie aus Stil und Jahrgang ausschlaggebend.

"Dom Perignon ist modern, es ist kein Champagner im traditionellen Stil", sagt Geoffroy, "wir verändern den Stil nicht, zumindest nicht bewusst."

Geoffroys Sätze bestehen aus Wörtern wie Energie, Herausforderung, Vision, Dimension, Intensität, Finesse, Kraft.

Für Geoffroy muss die Temperatur eines Champagners sofort perfekt auf dem Punkt sein, um die 10-11 Grad, dann ist es "magic". Kühlt sich der Wein erst später auf die Temperatur ab, ist die Magie verloren.

Geoffroy schenkt den 95er Vintage ein, 2002 degorgiert und auf den Markt gekommen. Perfekte Temperatur. Herrlich morbide Töne, Honig, Lebkuchen und getrocknete Früchte, viel Kraft, viel Stoff und sehr weinig, schöne Reife, ich mag ihn so, wie er sich jetzt im realen Leben präsentiert.

Der Oenothèque ist erst 2008 degorgiert, reifte 13 statt der traditionellen 7 Jahre. Er präsentiert sich viel frischer, klarer und präsenter, mit Zitrusaromen, Meersalz und Austernschalen, sehr mineralisch, Vibrations und Energie, fragil und vielschichtig.

Geoffroy ist Purist, der Satz folgt wie ein Hieb mit dem Florett: "Wir hassen Oxidation!", platzt es aus ihm heraus, "das ist wie zuviel Fett beim Kochen!"

So plastisch habe ich das mit dem Champagner, der Oxidation und dem Zeitpunkt des Degorgierens noch nie verstanden. Auch mir gefällt der Oenothèque besser, die Vorstellung war überzeugend. Ich frage mich, ob ich die letzten zwei Jahrzehnte nicht zu viel oxidierten Champagner getrunken habe.

Aber trotzdem verbanne ich die morbiden Töne nicht, habe sie in mein Herz geschlossen, den Charme des ländlichen Lausbuben, robust und ehrlich. Auch wenn er nie an die Strahlekraft des Gentleman herankommt.

Grüße, Niko



Auszug aus dem Dom Pérignon Manifesto von Richard Geoffroy:

- Wir stellen ausschließlich Jahrgangschampagner her, mit der ehrgeizigen Mission, Dom Pérignon mit jedem Jahr neu zu erfinden und dennoch seinem Stil treu zu bleiben.

- Wir legen größten Wert darauf, die Qualität der Anbauflächen und die Eigenschaften jedes Jahrgangs zu optimieren, ohne ihre Ursprünglichkeit anzutasten. Die Bewahrung der ursprünglichen Frische der Trauben hat oberste Priorität. Die Techniken der Aufbereitung bleiben auf das Wesentliche beschränkt. Unser größter Feind ist die Oxydation.

- Dom Pérignon erreicht eine erste Vollreifestufe nach 7 Jahren Kellerlagerung, während die Lagerung der Dom Pérignon Oenothèque auf Jahrzehnte ausgerichtet ist.


Verkostungsnotizen:

Dieser 2002 degorgierte und auf den Markt gekommene Oenothèque 1995 von Dom Perignon legt sich goldgelb ins Glas. Dort angekommen tänzelt die Perlage in langen Bändern vor sich hin. Die Aromatik ist geprägt von Honig, Aprikosen, Haselnuss, Limoncello und Brioche. Am Gaumen wunderbar saftig, Reifenoten, weich, volluminös, cremig, und ein ewiges Finale machen diesen Oenothèque zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis.


Verkostungsnotiz: lesen dazu meinen Kommentar in unserem Weinblog!

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Freitag, 07. Januar 2011 (Woche 01)

Weinname: Laville Haut Brion Blanc

Weinproduzent: Chateau Laville Haut Brion

Rebsorte: 60-70% Sémillon, 27-40% Sauvignon Blanc, eventuell 3% Muscadelle

Jahrgang: 2004

Herkunftsland: Frankreich

Region: Bordaux - Pessac.Léognan

Preis pro Flasche: 265,00 Euro

Preis in der Weinbörse:

Preis bei 4 Glas Wein: 53,00 € pro Glas
Preis bei 5 Glas Wein: 45,00 € pro Glas
Preis bei 6 Glas Wein: 38,00 € pro Glas

Steckbrief:

Lediglich drei Hektar stehen auf Laville Haut Brion, der Weißweinparzelle von Chateau La Mission Haut Brion, unter Reben. 60% Sémillion und 40% Sauvignon blanc bilden die Cuvee, von der es jährlich nur etwa 900 Kisten gibt. Die Parzelle wurde 1928 auf die Weißweinproduktion umgestellt, nachdem die Böden für die Rotweinproduktion als zu fett erachtet wurden. Die hieraus produzierten Weine sind allerdings Weißweine mit Weltformat, mit allen vinologischen Tugenden versehen und einem Alterungspotential, daß die meisten Rotweine nicht erreichen

Andere Variante:

Das Weingut liegt in der Gemeinde Talence im Bereich Pessac-Léognan in Graves (Bordeaux). Es ist für Weißwein als „Cru Classé“ klassifiziert (Graves). Das Anwesen wurde im Jahre 1611 von Marie de Laville erworben. Nach mehreren Eigentümerwechseln ging es im Jahre 1931 in Besitz von Frédéric-Otto Woltner. Dieser war Besitzer der banachbarten Château La Mission Haut-Brion und Château La Tour-Haut-Brion. Alle drei Güter wurden dann im Jahre 1983 von der Familie Dillon erworben, der auch das Château Haut-Brion gehört und ihr Imperium unter dem Namen „Domaine Clarenece Dillon“ verwaltet. Die Weinberge des Château Laville-Haut-Brion umfassen 3,7 Hektar Rebfläche. Sie sind mit Sémillon (70%), Sauvignon Blanc (27%) und Muscadelle (3%) bestockt. Der extrem langlebige Wein reift 15 Monate in zu 100% neuen Barriques. Erst seit dem Jahrgang 2009 wird der Wein unter der Bezeichnung Château Laville-Haut-Brion Blanc abgefüllt.
Verkostungsnotizen:

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